Sonntag, 24. August 2025

Immer wieder das Thema "Schuld"

 


Sobald ich aufhöre, mich selber zu beschuldigen, kann ich damit aufhören, mein Aussen zu beschuldigen. 


Der Grund warum ich mein Aussen beschuldigen muss, ist nur, weil es mich zu sehr schmerzt, mich selber als schuldig zu sehen und zu fühlen. 

Darum muss ich diesen Schmerz in Angriff und Beschuldigung drehen, um ihn nicht mehr fühlen zu müssen. 

Ich werde wütend, vermeintlich auf mein Aussen und fühle mich im Recht, dieses zu beschuldigen. 

Die Wut will mir allerdings etwas ganz anderes sagen. Und zwar, dass ich beim Denken, dass ich Schuld sein könnte, schon falsch liege! 


Es geht nicht um Schuld. 

Weder um meine, noch um die der Anderen.


Der Perspektivenwechsel, den ich hier machen darf ist: 

Ich bin nicht Schuld, sondern ich bin selbstverantwortlich. 

Es liegt an mir, wie ich diese Geschichte gerade wahrnehme, sie fühle, über sie denke, und mich dann verhalte. Da liegt meine Selbstverantwortung. Und wenn ich mich da schlussendlich so verhalte, dass ich mich dabei „schlecht“ fühle, bedeutet das „nur“, dass ich nicht mir entsprechend handle. Und nicht mir entsprechend handeln tu ich, wenn ich mich in ein h

Handeln zwängen lasse, weil ich das Gefühl habe, so handeln zu müssen. 


Und genau da liegt der Schalter, den ich selber gerade in diesem Moment umlegen und meine Selbstverantwortung übernehmen kann. Indem ich in mich hineinhöre, -fühle, -denke und so herausfinde, was da gerade abgeht. 


Es ist nicht meine Schuld und nicht meine von Aussen bestimmte Aufgabe, sondern meine Möglichkeit, mich selber zu befreien. 

Es ist meine Gelegenheit, meine Chance, mein Tor, um zurück zu mir zu finden und so meine Geschichten zu befreien, die mir das Leben gefühlt schwer machen. 



Heute möchte ich wieder einmal meine ganz konkreten Fragen mit euch teilen, die mir so sehr helfen, in meinen Geschichten neue Perspektiven erkennen und einnehmen zu können. 

Es sieht im ersten Moment nach sehr Viel und sehr viel Arbeit aus, aber es geht gar nicht darum, dass du jede Situation immer mit all diesen Fragen durchleuchtest. 

Nimm einfach mal etwas, was dich gerade anspringt, auf deinen Weg mit und beobachte dich, was mit dir geschieht. 


Das ist gleich noch ein ganz wichtiger Punkt auf dem Weg zurück zu dir:


Wähle neu/anders und beobachte! 

Beoabchet, was mit dir geschieht, was mit deinem Aussen geschieht, was mit deinen Geschichten geschieht. 

Beobachte und wähle dann, was du mitnehme willst und was du wieder verändern willst. 

Immer wieder.

Es geht nicht darum, etwas zu verändern und dabei das eine Richtige zu wählen, so dass du nachher nie mehr etwas ändern möchtest!


Es geht darum, dich zurück zu dir auf deinen Weg zu begeben und da immer wieder mit dir abzuklären, ob du noch da, bei dir bist, oder nicht. 


Du wählst!


Ich wähle!


Immer wieder!


Was nehme ich wahr?

Was fühle ich?

Was denke ich?

Wie handel ich?


und dann:

Will ich das so?

Will ich so wahrnehmen?

will ich so fühlen?

will ich so denken?

will ich so handeln?


wenn nein:


Wie will ich es?

Wie will ich die Geschichte wahrnehmen?

Wie will ich mich fühlen?

Wie will ich denken?

Wie will ich handeln?

und 


Wie kann ich das, was ich will, auch umsetzten?

Welche innere Haltung brauche ich, um das umsetzten zu können?


Wenn es mir gelingt in meiner Wahrnehmung den Perspektivenwechsel zu machen, wird sich automatisch mein Fühlen, mein Denken und mein Handeln verändern.

Wenn es mir in der Wahrnehmung nicht möglich ist, kann ich die Drehung auch in den anderen Bereichen machen. 


Z.B.


Woran kann ich jetzt gerade denken, um das Gefühl fühlen zu können, welches ich gerade haben möchte? (Dankbarkeit ist da ein Wundermittel!)


Welcher Gedanke tut mir gerade gut? -> und dann denke ich den so lange, bis ich ihn glaube!!! Es ist meine Wahl, was ich denke!!


Wie kann ich handeln, um nicht immer im gleiche Trott hängen zu bleiben? Wie handle ich sonst in dieser Situation, was wäre mal eine neue Variante? Antiintuitiv handeln! Was würde ich mir in dieser Situation sonst nie erlauben!


Wie denke ich gerade über mein Gegenüber? Was ärgert mich da so sehr? Was hat das mit mir zu tun? Was, wenn ich mir mal erlauben würde, mich genau so zu verhalten, wie es mein Gegenüber macht?


Das sind nur ein paar Beispiele für Perspektivenwechsel, die wertvoll sein könnten.


Weitere werden folgen!


Herzlichst

Katrin




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