Ich war die letzten Tage genervt, gestresst, hatte Bilder im Kopf, die ich nicht wegbrachte, hab mich darüber aufgeregt, dass mich das so beschäftigt, konnte nicht loslassen, begann wieder zu zweifeln, wusste nicht weiter, begann mich zu fragen, was da mit mir los ist, begann mich zu verlieren…
Heute Nacht habe ich mich dazu überwunden, in die Gefühle einzutauchen.
Ich konnte nicht schlafen.
Hab mich nur hin und her gedreht.
Ich brauchte einen Moment, bis es mir gelang.
Ich wollte nicht.
Hab mich gewehrt.
Uuuuh, dieser Widerstand!
Dabei weiss ich doch, dass ich nur so eine Lösung finden kann.
Where focus goes, energy flows.
Da wo mein Fokus hingeht, geht auch meine Energie hin.
Wenn ich meinen Fokus krampfhaft irgendwo weghaben will und deshalb mein Fokus eben genau da ist, wird automatisch ganz viel Energie dahin gehen.
Das ist ein Lebensgesetz!
Wenn ich etwas absolut nicht will, werde ich es hundertfach bekommen!
Also einfach denken: „Ich lass mich jetzt nicht mehr ärgern, ich kann doch damit umgehen, ich lass das jetzt links liegen, ist doch nicht so wichtig!“ -> klappt nicht!! Weil ich ja dabei an „es“ denke!
Also MUSS ich rein!
Eintauchen.
Fühlen.
Einfach mal fühlen, ohne schon zu sehen.
Nur fühlen.
Ich habe plötzlich gefühlt, dass da noch ein Teil in mir drin verletzt ist, an den ich nie mehr gedacht habe, spürte die tiefe Trauer darüber und liess sie zu.
Und dann dachte ich an die Dankbarkeit.
Wofür bin ich in dieser Situation, die mich gerade belastet, dankbar?
Wirklich dankbar, so dass ich sie fühlen kann, nicht nur denken.
Und ich kam zur Einsicht, dass es einmal mehr „nur“ das ist, dass ich erneut in einer Situation bin, in der ich wieder zurück zu mir kommen darf.
Aber was heisst da „nur“!
It’s all about coming back to myself -
there’s no other way!
That’s why I’m here!
Again and again!
Das hab ich damals geträumt, als ich vor 3 Jahren in Irland war und fast im Heimweh ertrunken bin.
Ich bin mich am verlieren und mein System beginnt Alarm zu schlagen, zuerst noch sanft, mit Ärger, Verunsicherung, Ungeduld.
Aber doch schon klar und deutlich.
Und das ist gut so!
Es zeigt mir, da ist etwas, was ich anders betrachten darf!
Da ist etwas, was ich glaub, was so nicht gut ist für mich!
Ich verhalte mich nicht mehr wirklich mir entsprechend!
An diesem Punkt geh ich wieder in die Fragen, die ich im letzten Post beschrieben habe rein.
Was ich dir heute ans Herz legen möchte, ist, die Aufgabe der Dankbarkeit.
Wenn ich sie heute Nacht nicht hätte fühlen können, wäre ich nicht bereit gewesen, befreit in die Fragen hineinzudenken.
Erst mit dem Fühlen der Dankbarkeit darüber, dass es hier etwas für mich gibt, was wichtig ist für mich, konnte ich den Widerstand ablegen, der die Situation in mir ausgelöst hat.
Ich konnte nun das Tor einen Spalt weit öffnen und genauer hinschauen.
Es ist mir schon ein paar Mal passiert, dass ich beim Suchen nach Dankbarkeit zuerst an einen schwierigen Ort gekommen bin.
Der Ort, an dem ich dachte :“Dafür müsste ich doch dankbar sein! Warum fühle ich da keine Dankbarkeit“
An diesem Punkt ist es enorm wichtig, dass ich mich da nicht zu verurteilen beginne!!
Ich nehme mich an:
Ja, ich fühle hier keine Dankbarkeit, also ist sie nicht da! Deshalb ist nichts falsch mit mir!
Nicht weiter grübeln, sondern weiterforschen!
Wo und wofür fühle ich wirklich Dankbarkeit?
Dafür, dass ich erkenne, dass ich mich am verlieren bin, werde ich jeder Situation dankbar sein können.
Auch wenn ich dem Menschen, der es mir gerade spiegelt, vielleicht tatsächlich gerade „nur“ dafür dankbar sein kann. Danke, dass du mir etwas spiegelst.
Danke dass du mir zeigst, dass ich für mich einstehen soll, dass ich mich selber ernst nehmen soll, dass ich daran bin, mich deinen Forderungen anzupassen, dass ich daran bin, mich zu verlieren.
Mit dem Öffnen des Tores konnte ich anfangen loszulassen.
Das, was nicht meins ist.
Und zu erkennen, was meins ist und was ich ändern kann.
Befreiung pur - einmal mehr!
Danke Dankbarkeit!
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