Mittwoch, 26. März 2025

Wir sind echt und gross


Wenn etwas in mir arbeitet, wenn da etwas ist, wenn mich etwas bewegt, stört, verunsichert, beschäftigt, frustriert, darf ich das ernst nehmen.
 

Wenn ich traurig bin und/oder wütend, dann ist das gerade so!

Ich fühle es, also ist es da!

Was nicht heisst, dass ich das bin und dass das immer da sein wird. 

Aber wenn es da ist, ist es gerade da und will mir etwas sagen!


Mir zu sagen, dass ich es doch gut habe, dass ich keinen Grund habe, Drama zu machen, tut weh! Das einzige, was ich mir damit sage, ist, dass ich mich selber nicht ernst nehme.  

Auch wenn ich mich gerade nicht verstehe, warum ich gerade so fühle und denke, wie ich es eben gerade tue, hab ich einen Grund dafür. 


Danach zu fragen, was gerade falsch ist, schürt bei mir Selbstzweifel, macht mich eng und verdunkelt alles. 

„Was mache ich falsch, dass es so ist?

Was ist hier falsch, wo ich bin, dass ich mich so fühle?

Wo liege ich falsch, mit meiner Wahrnehmung in dieser Situation?“


Diese Fragen bringen mich nicht weiter und schon gar nicht zurück zu mir!

Sie machen mich schwer, verzweifelt, mit dem Fokus an der falschen Stelle!

Sie werden mir nicht helfen, meinen Weg wiederzufinden, den ich ja offensichtlich gerade verloren habe, wenn etwas in mir ruft!

Sie lassen mich glauben, dass ich falsch sein könnte.

Aber ich bin und das Leben ist nie falsch. 


Die Frage, die meinen Fokus nach vorne richten wird, ist:

„Was will ich jetzt?

Wie will ich es?

Wie will ich, dass es ist?

Wie dient mir diese Situation?

Was ist das Gute hier?

Was tut mir jetzt gerade gut?“


Ich nehme mich ernst!

Ich glaube mir!

Ich vertraue mir!

Ich höre mir zu!

Ich fühle, was ich fühle!

Ich verurteile mich nicht!

Ich darf genau so sein, wie ich gerade bin!


Ich nehme mich genau so ernst, wie ich die Menschen um mich herum ernst nehme.

Ich erlaube mir, genau so anders zu sein, wie ich die Menschen um mich herum wahrnehme und es ihnen zugestehe, so zu sein, wie sie sind. 

Genau so darf ich auch mir erlauben, anders zu sein!

Anders zu denken, als ich es von mir erwarten würde. 

Anders zu fühlen, als ich es von mir erwarten würde. 

Anders zu sein, als ich es von mir erwarten würde. 


Wie oft denke ich immer noch: „Was ist denn nur los mit mir?

Warum fühle ich so, wie ich gerade fühle?

Wo ist mein Problem?“

Diese Selbstzweifel sind unheimlich zerstörerisch und tun enorm weh. 


Ja, ich fühle so!

Ich vertraue mir!

Ich vertraue meinem Leben!

Ich nehme mich mit diesen Gefühlen und Gedanken in den Arm und erlaube mir, jetzt gerade so zu sein. 

Ohne den Anspruch, dass ich anders sein muss. 


Und doch mit der Erwartung an mich und mein Leben, gross und echt zu sein. 

Weil ich es bin.

Weil wir es sind!

Wie sind echt und gross!

Mein Leben und ich!




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