Donnerstag, 17. April 2025

Ein Gefühl ist nie schlecht!

Es ist erst schlecht, wenn ich es so bewerte. 

Für mich gibt es keine schlechten Gefühle mehr. 

Es gibt keine Gefühle mehr, die ich weghaben will oder für die ich mich schäme. 

Es gibt Momente, in denen ich mich unwohl fühle, auch mit Gefühlen, aber dann weiss ich umso mehr, dass gerade etwas Wichtiges in mir drin los ist.


Über Gefühle, die ich noch vor ein paar Jahren mit „schlecht“ betitelt hätte, glaube ich heute, dass es Gefühle sind, die mir zeigen, dass ich mich am verlieren bin oder mich bereites verloren habe.

Sie zeigen mir, dass ich gerade etwas denke und lebe, was mir nicht entspricht. 


Und genau da darf und kann ich ansetzen, indem ich mich beobachte, meinen Gefühlen und mir zuhöre, sie wirklich fühle und dann (gegebenenfalls) etwas ändere. 


Wenn ich meine Gefühle im Fokus habe und meine, sie verändern zu müssen, verbiete ich meinen Beschützerinnen zu reden! 


Es geht nie darum, meine Gefühle in den Griff zu bekommen. 

Im Gegenteil: Es geht darum, mich ihnen ganz zu öffnen und so verstehen zu können, was sie mir sagen wollen. 


Sie sind immer für und nie gegen mich, genau so, wie auch mein Leben immer für und nie gegen mich ist. 


Meine Gefühle und das Leben sind nie falsch!

Ich kann sie nur falsch verstehen!


Es gibt nichts Böses, ausser ich benenne es so. 

Das so zu tun, ist allein meine Wahl und nichts anderes!


Emotionaler Schmerz ist, wenn ich meine Gefühle unterdrücke. 

Das tut weh! 

Weil ich so mich selber verleugne!


Indem ich meinen Gefühlen zu vertrauen beginne, sie, und so mich, ernst nehme, übernehme ich auch Verantwortung für sie und mich. 


Indem ich sie verleugnen, unterdrücken und weghaben möchte, versuche ich Verantwortung abzuschieben, mich mir und meinen Bedürfnissen zu entziehen und  die vermeintliche Schuld ins Aussen abzugeben. 

Schuld abgeben heisst Verantwortung abgeben, heisst keine Selbstverantwortung zu übernehmen. 


Selbstverantwortung zu übernehmen heisst, mir und meinen Gefühlen wirklich Platz zu geben, ohne dabei irgendjemanden oder irgendetwas beschuldigen zu müssen. 


Wenn ich die Frage nach der Schuld loslassen kann, kann ich Selbstverantwortung übernehmen!


Veränderung geschieht im Aussen einfach und sowieso, aber nur im Innen kann ich sie auch bewusst steuern und leben. 

Im Innen kann ich wählen, wie ich mit der Veränderung im Aussen umgehen möchte und genau da liegt die Möglichkeit für mich, meine Selbstverantwortung zu übernehmen.


Welche Möglichkeiten ich da haben werde, ist auch wieder meine Wahl!


Je näher ich bei mir bin und je genauer ich meinen Gefühlen und Gedanken zuhöre, desto klarer werde ich erkennen, welche Möglichkeiten ich brauche, um in meine Selbstverantwortung eintauchen und so wirklich leben zu können.  


Es gibt keine schlechten Gefühle!

Gefühle wollen mir immer etwas mitteilen!

Sie wollen mich beschützen.

Gefühle sind in dem Moment, in dem sie da sind, immer richtig für mich! 

Ich darf ihnen immer vertrauen!


Es liegt in meiner Verantwortung, ihnen die nötige Aufmerksamkeit zu schenken, die sie brauchen, um mir sagen zu können, was sie zu sagen haben. 


Denn, sobald sie ihre Aufgabe erfüllt haben, werden sie von alleine wieder gehen. 


Herzlichst 

Katrin





Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Fremdgesteuert

Mich fremdgesteuert zu fühlen bedeutet, dass ich meine Gedanken nicht kenne.  Denn in letzter Instanz entscheide immer ich, was ich tatsäch...