Donnerstag, 28. August 2025

Dankbarkeit ist der Schlüssel, der mir ermöglicht, ein Tor zu öffnen

Ich war die letzten Tage genervt, gestresst, hatte Bilder im Kopf, die ich nicht wegbrachte, hab mich darüber aufgeregt, dass mich das so beschäftigt, konnte nicht loslassen, begann wieder zu zweifeln, wusste nicht weiter, begann mich zu fragen, was da mit mir los ist, begann mich zu verlieren…


Heute Nacht habe ich mich dazu überwunden, in die Gefühle einzutauchen. 

Ich konnte nicht schlafen.

Hab mich nur hin und her gedreht.

Ich brauchte einen Moment, bis es mir gelang. 

Ich wollte nicht. 

Hab mich gewehrt.

Uuuuh, dieser Widerstand!


Dabei weiss ich doch, dass ich nur so eine Lösung finden kann. 


Where focus goes, energy flows.

Da wo mein Fokus hingeht, geht auch meine Energie hin. 


Wenn ich meinen Fokus krampfhaft irgendwo weghaben will und deshalb mein Fokus eben genau da ist, wird automatisch ganz viel Energie dahin gehen. 

Das ist ein Lebensgesetz!

Wenn ich etwas absolut nicht will, werde ich es hundertfach bekommen!


Also einfach denken: „Ich lass mich jetzt nicht mehr ärgern, ich kann doch damit umgehen, ich lass das jetzt links liegen, ist doch nicht so wichtig!“ -> klappt nicht!! Weil ich ja dabei an „es“ denke!


Also MUSS ich rein!

Eintauchen.

Fühlen.

Einfach mal fühlen, ohne schon zu sehen.

Nur fühlen.


Ich habe plötzlich gefühlt, dass da noch ein Teil in mir drin verletzt ist, an den ich nie mehr gedacht habe, spürte die tiefe Trauer darüber und liess sie zu.


Und dann dachte ich an die Dankbarkeit. 


Wofür bin ich in dieser Situation, die mich gerade belastet, dankbar?


Wirklich dankbar, so dass ich sie fühlen kann, nicht nur denken.


Und ich kam zur Einsicht, dass es einmal mehr „nur“ das ist, dass ich erneut in einer Situation bin, in der ich wieder zurück zu mir kommen darf. 

Aber was heisst da „nur“!


It’s all about coming back to myself - 

there’s no other way!

That’s why I’m here!


Again and again!


Das hab ich damals geträumt, als ich vor 3 Jahren in Irland war und fast im Heimweh ertrunken bin. 


Ich bin mich am verlieren und mein System beginnt Alarm zu schlagen, zuerst noch sanft, mit Ärger, Verunsicherung, Ungeduld.

Aber doch schon klar und deutlich. 


Und das ist gut so!

Es zeigt mir, da ist etwas, was ich anders betrachten darf!

Da ist etwas, was ich glaub, was so nicht gut ist für mich!

Ich verhalte mich nicht mehr wirklich mir entsprechend!


An diesem Punkt geh ich wieder in die Fragen, die ich im letzten Post beschrieben habe rein.


Was ich dir heute ans Herz legen möchte, ist, die Aufgabe der Dankbarkeit.


Wenn ich sie heute Nacht nicht hätte fühlen können, wäre ich nicht bereit gewesen, befreit in die Fragen hineinzudenken. 


Erst mit dem Fühlen der Dankbarkeit darüber, dass es hier etwas für mich gibt, was wichtig ist für mich, konnte ich den Widerstand ablegen, der die Situation in mir ausgelöst hat. 

Ich konnte nun das Tor einen Spalt weit öffnen und genauer hinschauen. 


Es ist mir schon ein paar Mal passiert, dass ich beim Suchen nach Dankbarkeit zuerst an einen schwierigen Ort gekommen bin. 

Der Ort, an dem ich dachte :“Dafür müsste ich doch dankbar sein! Warum fühle ich da keine Dankbarkeit“ 


An diesem Punkt ist es enorm wichtig, dass ich mich da nicht zu verurteilen beginne!!

Ich nehme mich an:

Ja, ich fühle hier keine Dankbarkeit, also ist sie nicht da! Deshalb ist nichts falsch mit mir!


Nicht weiter grübeln, sondern weiterforschen!

Wo und wofür fühle ich wirklich Dankbarkeit?


Dafür, dass ich erkenne, dass ich mich am verlieren bin, werde ich jeder Situation dankbar sein können. 

Auch wenn ich dem Menschen, der es mir gerade spiegelt, vielleicht tatsächlich gerade „nur“ dafür dankbar sein kann. Danke, dass du mir etwas spiegelst. 

Danke dass du mir zeigst, dass ich für mich einstehen soll, dass ich mich selber ernst nehmen soll, dass ich daran bin, mich deinen Forderungen anzupassen, dass ich daran bin, mich zu verlieren. 


Mit dem Öffnen des Tores konnte ich anfangen loszulassen.

Das, was nicht meins ist. 

Und zu erkennen, was meins ist und was ich ändern kann. 


Befreiung pur - einmal mehr!


Danke Dankbarkeit!





Sonntag, 24. August 2025

Immer wieder das Thema "Schuld"

 


Sobald ich aufhöre, mich selber zu beschuldigen, kann ich damit aufhören, mein Aussen zu beschuldigen. 


Der Grund warum ich mein Aussen beschuldigen muss, ist nur, weil es mich zu sehr schmerzt, mich selber als schuldig zu sehen und zu fühlen. 

Darum muss ich diesen Schmerz in Angriff und Beschuldigung drehen, um ihn nicht mehr fühlen zu müssen. 

Ich werde wütend, vermeintlich auf mein Aussen und fühle mich im Recht, dieses zu beschuldigen. 

Die Wut will mir allerdings etwas ganz anderes sagen. Und zwar, dass ich beim Denken, dass ich Schuld sein könnte, schon falsch liege! 


Es geht nicht um Schuld. 

Weder um meine, noch um die der Anderen.


Der Perspektivenwechsel, den ich hier machen darf ist: 

Ich bin nicht Schuld, sondern ich bin selbstverantwortlich. 

Es liegt an mir, wie ich diese Geschichte gerade wahrnehme, sie fühle, über sie denke, und mich dann verhalte. Da liegt meine Selbstverantwortung. Und wenn ich mich da schlussendlich so verhalte, dass ich mich dabei „schlecht“ fühle, bedeutet das „nur“, dass ich nicht mir entsprechend handle. Und nicht mir entsprechend handeln tu ich, wenn ich mich in ein h

Handeln zwängen lasse, weil ich das Gefühl habe, so handeln zu müssen. 


Und genau da liegt der Schalter, den ich selber gerade in diesem Moment umlegen und meine Selbstverantwortung übernehmen kann. Indem ich in mich hineinhöre, -fühle, -denke und so herausfinde, was da gerade abgeht. 


Es ist nicht meine Schuld und nicht meine von Aussen bestimmte Aufgabe, sondern meine Möglichkeit, mich selber zu befreien. 

Es ist meine Gelegenheit, meine Chance, mein Tor, um zurück zu mir zu finden und so meine Geschichten zu befreien, die mir das Leben gefühlt schwer machen. 



Heute möchte ich wieder einmal meine ganz konkreten Fragen mit euch teilen, die mir so sehr helfen, in meinen Geschichten neue Perspektiven erkennen und einnehmen zu können. 

Es sieht im ersten Moment nach sehr Viel und sehr viel Arbeit aus, aber es geht gar nicht darum, dass du jede Situation immer mit all diesen Fragen durchleuchtest. 

Nimm einfach mal etwas, was dich gerade anspringt, auf deinen Weg mit und beobachte dich, was mit dir geschieht. 


Das ist gleich noch ein ganz wichtiger Punkt auf dem Weg zurück zu dir:


Wähle neu/anders und beobachte! 

Beoabchet, was mit dir geschieht, was mit deinem Aussen geschieht, was mit deinen Geschichten geschieht. 

Beobachte und wähle dann, was du mitnehme willst und was du wieder verändern willst. 

Immer wieder.

Es geht nicht darum, etwas zu verändern und dabei das eine Richtige zu wählen, so dass du nachher nie mehr etwas ändern möchtest!


Es geht darum, dich zurück zu dir auf deinen Weg zu begeben und da immer wieder mit dir abzuklären, ob du noch da, bei dir bist, oder nicht. 


Du wählst!


Ich wähle!


Immer wieder!


Was nehme ich wahr?

Was fühle ich?

Was denke ich?

Wie handel ich?


und dann:

Will ich das so?

Will ich so wahrnehmen?

will ich so fühlen?

will ich so denken?

will ich so handeln?


wenn nein:


Wie will ich es?

Wie will ich die Geschichte wahrnehmen?

Wie will ich mich fühlen?

Wie will ich denken?

Wie will ich handeln?

und 


Wie kann ich das, was ich will, auch umsetzten?

Welche innere Haltung brauche ich, um das umsetzten zu können?


Wenn es mir gelingt in meiner Wahrnehmung den Perspektivenwechsel zu machen, wird sich automatisch mein Fühlen, mein Denken und mein Handeln verändern.

Wenn es mir in der Wahrnehmung nicht möglich ist, kann ich die Drehung auch in den anderen Bereichen machen. 


Z.B.


Woran kann ich jetzt gerade denken, um das Gefühl fühlen zu können, welches ich gerade haben möchte? (Dankbarkeit ist da ein Wundermittel!)


Welcher Gedanke tut mir gerade gut? -> und dann denke ich den so lange, bis ich ihn glaube!!! Es ist meine Wahl, was ich denke!!


Wie kann ich handeln, um nicht immer im gleiche Trott hängen zu bleiben? Wie handle ich sonst in dieser Situation, was wäre mal eine neue Variante? Antiintuitiv handeln! Was würde ich mir in dieser Situation sonst nie erlauben!


Wie denke ich gerade über mein Gegenüber? Was ärgert mich da so sehr? Was hat das mit mir zu tun? Was, wenn ich mir mal erlauben würde, mich genau so zu verhalten, wie es mein Gegenüber macht?


Das sind nur ein paar Beispiele für Perspektivenwechsel, die wertvoll sein könnten.


Weitere werden folgen!


Herzlichst

Katrin




Freitag, 22. August 2025

Heute weine ich

Wieder einmal. 

Endlich wieder einmal. 

Ich hab lange darauf gewartet - merke ich jetzt.


Ich weine nicht vor Glück, aber ich bin dabei glücklich.

Traurig und glücklich.

Weil ich erkenne, was mich so traurig macht. 

Die Trauer bringt mich zurück zu mir und das macht mich glücklich!

Sie führt mich in meine Mitte, wenn ich ihr den Raum gebe, den sie will. 

Den Raum, den sie im Moment gerade fordert. 


Heute weine ich und fühle die Trauer, die Schwere, wie sie mich zu Boden drückt, aber nicht erdrückend, nicht schmerzhaft, sondern gross, weit, öffnend. 


Ich weine, weil die Worte einer lieben Freundin mich so tief berührt haben und ich ihr Vertrauen in mich so sehr spüren durfte, dass ich dabei erkannt habe, wie wenig Vertrauen ich gerade in mich selber habe.


Ich erkenne, dass ich einen Traum, den ich schon ganz lange habe, nicht wirklich für mich angenommen habe, dass ich mir absolut nicht zutraue, das zu erreichen, was ich mir eigentlich wünsche und was ich bei anderen so bewundere, wenn sie da sind. 


Ich erkenne, dass ich etwas lernen will, weil ich es wissen will und nicht weil ich den Abschluss haben will, den ich dann - falls ich die Prüfung bestehen sollte - haben werde. 


Und ich erkenne, wenn ich es lernen will und den Weg gehe, ist es vollkommen egal, ob ich die Prüfung dann bestehe, weil ich auf dem Weg lernen werde, was ich lernen will. 

Vielleicht nicht so, wie es von Aussen gefordert wird (in der Prüfung), aber so, wie es für mich möglich ist, so wie es für mich machbar ist.


Ich hab mich erst gerade entschieden, diesen Weg zu verlassen und habe eine unheimliche Erleichterung gespürt und daraus gefolgert, dass die Entscheidung richtig ist. 


Ich habe mich wieder umentschieden. 


Und ich erkenne noch mehr, wie wichtig solche Umwege sind, um immer wieder noch näher zu mir zurückzukommen, noch mehr zu spüren, wo sitzt der Nagel im Fleisch, wo darf ich mich noch mehr befreien. 


Der Schmerz auf dem Weg war immer dieser Gedanke :“Ich schaff das nicht!“

Ich war überzeugt davon!

Ich schaff das nicht, ich kann das nicht, ich bin zu dumm, eigentlich für alles…


Das tut weh, so über sich zu denken!


Was schaff ich denn nicht?


Die Schlussprüfung - nur schon die Vorstellung davon hat mich zuweilen überwältigt, im unguten Sinne. 


Und das ist, wenn ich genau hinhöre, dann schon ziemlich das Einzige, was ich mir gerade nicht zutraue. 

Und doch hat dieses Einzige in den letzten Monaten soooo viel Gewicht bekommen. 

Warum? 

Weil ich ihm so viel Gewicht gegeben habe!

Weil ich „die Medizin“ schon vor langer, langer Zeit auf einen riesig hohen Berg hochgeschoben habe und sehnsüchtig von unten hochgeschaut habe, in diese unerreichbare Höhe und Ferne. 

(Seit ich in dieser Ausbildung bin, ist es tatsächlich so, dass dieser Berg mächtig zu bröckeln begonnen hat, was aber hier heute nicht das Thema sein soll.)


Muss ich die Prüfung denn schaffen?

Nein!


Warum will ich denn diesen Weg überhaupt gehen?

Einfach weil es mich interessiert, weil ich es liebe, in der Schule zu sitzen und zuzuhören. 

Weil ich mehr über die Medizin wissen will, weil ich immer wieder so staune, wie wir Menschen sind, wie unser Körper funktioniert, was für Wunderwerke wir sind.


Und nicht, weil ich diesen Abschluss haben will. 

Ich will den Weg gehen und es geht mir dabei nicht ums Ziel!

Es geht mir um den Weg!


Schaff ich den Weg?


Das weiss ich nur, wenn ich ihn gehe!

Und auf dem Weg kann ich immer wieder innehalten und in mir herausfinden, ob ich noch auf dem Weg bin, auf dem ich gerade sein möchte. 


Wenn ich es mir so überlege, bin ich ja nie nur auf einem Weg.

Das Leben ist mein Weg und mein Leben lebe ich.

In meinem Leben gehe ich viele verschiedene Wege!

Nebeneinander, gleichzeitig, sich überschneidende Wege, holprige und sanfte, anstrengende und wohltuende, erholsame und ermüdende. 

Einige Wege habe ich verlassen, andere wiedergefunden, die nächsten suche ich noch und alle Wege sind eine Möglichkeit im Leben. 


Alle!

In jedem Leben!

Irgendwie!


Also gehe ich weiter!

Auf den Wegen in meinem Leben.

Auf den Wegen in meinem Leben, für die ich mich entscheide. 

Und ich kann mich immer wieder anders und neu entscheiden!


In Verbindung zu mir, weil ich da und nur da, in mir, spüren kann, ob der Weg, den ich gerade gehe, der ist, den ich jetzt gerade wirklich gehen will.


Herzlichst 

Katrin


DANKE VON HERZEN, LIEBE FREUNDIN!





Fremdgesteuert

Mich fremdgesteuert zu fühlen bedeutet, dass ich meine Gedanken nicht kenne.  Denn in letzter Instanz entscheide immer ich, was ich tatsäch...