Mittwoch, 29. September 2021

Die Liebe

Zu verstehen, was seine Wut ihm zeigen möchte, hat mir geholfen, diese, seine Wut, nicht mehr persönlich zu nehmen. Nicht mehr zu denken, dass er mich nicht mehr liebt oder dass er mich sogar hasst! Zu verstehen, dass seine Wut ihm zeigen will, dass er sich seiner Verantwortung beraubt oder von meiner Verantwortung beladen fühlt, hat mir erlaubt, das nicht mit seinen Gefühlen für mich zu verwechseln.

Zu verstehen, was meine Traurigkeit mir zeigen möchte, hat mir geholfen, diese, meine Traurigkeit, nicht mehr auf meine Gefühle für ihn zu beziehen. Nicht mehr zu denke, dass ich ihn nicht mehr liebe oder dass ich ihn sogar hasse. Zu verstehen, dass meine Traurigkeit mir zeigen will, dass ich nicht mehr bei mir bin, dass ich mich im Aussen suche, hat mir erlaubt, meine Traurigkeit nicht mehr auf meine Gefühle für ihn zu beziehen.


Zu erkennen, dass so Vieles, was er tut, mit Liebe für mich geschieht, hat mich wieder geöffnet dafür, meine und seine Liebe zu spüren und zu wissen, dass sie da ist.


Zu erkennen, dass so Vieles, was ich tue, mit Liebe für ihn geschieht, hat mir endlich wieder ermöglicht, meine und seine Liebe zu spüren und zu wissen, dass sie tatsächlich da ist!


Plötzlich ist der Perspektivenwechseln möglich!

Plötzlich kann ich den Fokus darauf lenken, was wir uns „eigentlich“ die ganze Zeit gegeben haben und geben, statt nur darauf zu achten, was wir uns nicht geben. 


Ich alleine kann das drehen und er muss gar nichts dafür tun oder ändern!

Er kann einfach so bleiben, wie er ist!

Aber auch ich kann einfach so bleiben, wie ich bin!

Wir sind so, wie wir immer waren und immer sein werden. Und das ist gut so!


Was ich geändert habe, sind meine Gedanken über mich, über ihn, über uns, über unser Verhalten, über unsere Beziehung.


Vor 20 Jahren haben wir uns füreinander entschieden! 


Nach der ersten langen Verliebtheit habe ich viele Jahre nach einem Gefühl in mir gesucht, dem ich den Namen „Liebe“ geben könnte. Ich konnte es nicht finden und habe sehr darunter gelitten. Ich habe an mir, an ihm, an uns und unserer Liebe gezweifelt.


Indem ich ganz nüchtern und ganz genau betrachtet habe, was wir tatsächlich tun, konnte ich mein Herz öffnen und auch das Gefühl dazu wieder fühlen. Die Liebe ist da! Sie war immer da, sonst wären wir nicht auf diesem Weg geblieben. 

Das wird mir jetzt klar! 

Ich bin uns so unendlich dankbar dafür! 

Ich bin ihm so unendlich dankbar dafür!

Ich bin mir so unendlich dankbar dafür, dass ich nicht aufgegeben habe! Dass ich den Weg zurück zu mir gesucht und gefunden habe und so auch wieder unseren gemeinsamen Weg sehen kann! 


Der Weg zurück zu mir, zurück zu meinen Gefühlen, zurück zu meiner Liebe zu mir, zu meiner Erlaubnis an mich, alles sein zu dürfen, was ich bin, mich zu sein, ohne mich zu verurteilen, ohne Wenn und Aber! Und auch diese Sehnsucht nach Liebe anzunehmen und mir nicht zu sagen, ich brauch das doch nicht! Ich bin mir genug und brauche Nichts und Niemanden. Das ist zwar so ;) , aber auf der Suche nach der Liebe zu meinem Mann war mir das ein riesen Fels auf meinem Weg. Endlich kann ich auch diese Bewertung loslassen und mich mit dieser Sehnsucht annehmen und ihr erlauben, da zu sein, bei mir! 


Indem ich mich von Allem befreie, was mich nicht mich selber sein lässt, kann ich mich wieder für Alles öffnen, was auch zu mir gehören will. 


In tiefer Liebe für mich, ihn und das Leben!






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