Montag, 25. März 2024

Vertrauen und Misstrauen

Vertrauen ist eine Entscheidung.

Misstrauen ist eine Entscheidung.


Wenn ich mich für Vertrauen entscheide, 

gehe ich einen Schritt zurück und schau mir das Ganze von etwas weiter weg an!


Wenn ich mich für Misstrauen entscheide, 

geh ich einen Schritt darauf zu und schau mir das Ganze noch etwas näher an!


Möchte ich etwas haben, lass ich es los!

Was so viel bedeutet wie: Ich lass meine Bewertung darüber, meine Gedanken dazu und die Verknüpfungen, die ich daran hänge, los! Ich lass es so weit weg gehen, bis es mir möglich ist, eine neue Perspektive einzunehmen, es aus einem anderen Blickwinkel zu sehen! Ich lass es gehen! Und es wird wieder zu mir finden. In Frieden!


Möchte ich etwas weghaben, nehme ich es zuerst ganz zu mir!

Was so viel bedeutet wie: Ich nehme es so nahe zu mir, bis ich meine Gedanken dazu verstehe, bis ich genau weiss, was davon ich nicht haben möchte, bis ich spüre, was „es“ mit mir macht. Es bedeutet, ich mach Frieden damit, indem ich es in meine Arme schliesse und dann kann ich es loslassen und es wird auch gehen können. In Frieden!


Das Wichtigste für mich dabei ist, dass nicht meine Entscheidung ausschlaggebend ist!

Das „Ende“ von dieser Erkundung ist gar nicht von meiner vorausgehenden Entscheidung abhängig. Das was dabei so lebendig und wichtig ist, ist mein Prozess mit diesem Thema.


Ich spüre Misstrauen.

Also gehe ich darauf zu.

Was ist denn da?

Ich spüre Misstrauen von Aussen gegen mich!

Wo ist da mein Misstrauen?

Mir gegenüber und auch dem Aussen gegenüber!

Wem oder was misstraue ich hier, in dieser „Geschichte“?

Was denke ich?

Was fühle ich?


Und dann die Fragen aller Fragen:

WILL ICH SO DENKEN?

WILL ICH SO FÜHLEN?

WILL ICH SO HANDELN?


Nein?


Dann entscheide ich mich für Vertrauen!

Wie ist es mir möglich, hier zu vertrauen?

Wie will ich es haben?


In den Prozess gehe ich nur, wenn ich nicht bei mir bleiben kann. 

Das heisst, wenn ich zweifle, wenn ich verunsichert bin, wenn ich Angst habe, wütend oder traurig  bin. 


Wenn ich im Frieden bin mit meiner Entscheidung ist alles gut!

Dann trau ich mich, meinen Weg weiterzugehen!


Dabei darf ich sehr ehrlich mit mir sein!

Bin ich wirklich im Frieden?

Aber nur schon wenn ich mir diese Frage stelle, weiss ich, da ist etwas. 


Es geht gar nicht darum, schlafende Hunde zu wecken und dabei riesen Geschichten in mir zu erkennen.

Ich darf so einfach immer wieder zurück zu mir kommen. 

Spielerisch und beobachtend!

Offen und neugierig!

Immer wieder!


Also die Frage ist gar nie: Bin ich im Vertrauen oder Misstrauen?

Sondern ich nehme diese beiden Ansichten auch als Wegweiser auf meinem Weg. So wie meine Gefühle, wie meine Ängste, wie meine Zweifel. 


Vielleicht ist da der Gedanke: „Ich weiss nicht, wie ich mein Vertrauen in mich aufbauen und festigen kann?“

Was, wenn das gar nicht nötig ist, da etwas aufzubauen, damit es dann da bleibt?

Was, wenn ich einfach beobachte, wie es gerade ist? Wie ich gerade bin?

Und so nur im Moment ehrlich sein darf zu mir, was ich gerade bin?


Ah, da spüre ich jetzt ein grosses Vertrauen und es fühle sich toll an!

Dann traue ich mich, mir zu vertrauen!


Ah, da bin ich jetzt sehr misstrauisch oder Misstrauen kommt mir entgegen!

Da trau ich mich, genauer hinzuschauen!


Ich vertraue mir, indem ich mich traue, meinen Gefühlen zu vertrauen!


Und ja, das braucht manchmal Mut!

Deshalb darf ich mich trauen!

Ich darf mir diesen Mut zutrauen!

Im Wissen, dass sich irgendetwas in mir wieder melden wird, falls ich mich verlieren sollte!

Denn dann brauche ich wieder eine Umentscheidung in mir drin.

Dann darf ich wieder hinschauen und erkennen, ob ich etwas unbedingt haben will oder ob ich etwas unbedingt weghaben will. Und, je nach dem, darauf hinzugehen oder einen Schritt zurück gehen!


Im Vertrauen in mein Leben, dass es immer FÜR mich ist und nie gegen mich!


Dieses Vertrauen habe ich gewählt. Für mich!

Weil es für mich aus jeder erdenklichen Perspektive keinen Grund gibt, meinem Leben nicht zu vertrauen!


Ich habe mich dafür entschieden, meinem Leben und dem Leben ganz allgemein zu vertrauen! 

Und die Gefühle sind die Sprache, mit der mein Leben mit mir spricht!


Ich traue mich, dem zu vertrauen!


Herzlichst

Katrin



Genau so sehe ich das auch mit dem Ver- und Misstrauen! Ich wähle!

Freitag, 15. März 2024

Infos zu meinem Program "Zurück zu mir"


Meine Lieben,  

ich bin gerade daran, ein Programm für LehrerInnen zusammenzustellen und habe dazu ein Video auf You Tube hochgeladen, in dem ich davon berichte. Ich freue mich, wenn du Lehrpersonen aus deinem Bekanntenkreis darauf aufmerksam machen möchtest!

Herzlichst Katrin



Sonntag, 10. März 2024

Happy third Birthday "Mein Königsweg"

Ihr Lieben, 

heute vor drei Jahren habe ich meine FB Gruppe "Mein Königsweg - zurück zu mir" eröffnet und daraus ist dann auch dieser Blog entstanden. 

Auf FB bin ich nach wie vor etwas aktiver als hier, aber meistens teile ich meine Texte auch hier. 

Jubiläen lassen mich immer zurückerinnern. 

Ich war damals mitten in der Ausbildung zum therapeutischen Coach bei Isabelle Tschumi und lebe, seit ich diesen Weg kennengelernt habe und gehe, ein anderes Leben!

Das gleiche Leben, aber mit einer neuen Haltung und dadurch hat sich für mich gefühlt alles verändert. 

Im Aussen ist praktisch alles gleich geblieben (und darüber bin sehr dankbar und glücklich), aber in mir drin ist zusätzlich so viel Ruhe, so viel Raum, so viel Vertrauen dazugekommen, dass ich gestern in einer Gruppe von Frauen die Aussage gemacht habe, dass ich aktuell kein Problem habe! Nichts, was mich gerade belastet. 

Und die Reaktionen kamen prompt. 

"Es gibt niemanden, der keine Probleme hat! Niemand, der Nichts hat!" "In dem Fall ist dein Thema wohl das Verdrängen!"

Ich glaube, vor 3 Jahren hätte ich noch genau gleich reagiert ;) 

Ich hab dann gestern gar nichts mehr dazu gesagt und war nur überrascht, weil mir das scheinbar nicht geglaubt wurde. 

Die letzten Stunden habe ich mir dazu nochmals Gedanken gemacht und gemerkt, wie dankbar ich bin, dass ich tatsächlich an diesem Ort bin, wo ich aus tiefstem Herzen sagen kann, es gibt gerade nichts, was mich belastet! Nichts, von dem ich das Gefühl habe, nicht zu wissen, wie damit umgehen. Es gibt nichts, von dem ich denke, dass ich die Lösung davon nicht in mir drin hätte oder sie da finden würde. 

Ich bin so sehr bei mir und kann das oft so sehr geniessen. 

Das heisst nicht, dass mich nichts mehr berührt, verunsichert, triggert, unruhig werden lässt, nein. Das geschieht auch bei mir noch täglich!

Was für mich so anders ist, ist, dass mich nichts mehr längerfristig belastet! Dass es nichts mehr gibt, was sich an mich klammert, oder immer dramatischer wird, oder mich über mehrere Tage oder Wochen runterzieht, oder mir das Gefühl gibt, grundsätzlich falsch zu sein.

Ängste und Zweifel kommen und sie gehen auch wieder.

Sie gehen, wenn ich sie anschaue, wenn ich ihnen zuhöre, wenn ich ihnen Raum gebe. Raum, in dem sich zeigen können, aber nicht so viel Raum, dass sie sich da für längere Zeit einrichten möchten. Ein Raum, den sie auch gerne wieder verlassen, wenn ich ihnen bestimmt den Ausgang zeige!

Trigger kommen und ich kämpfe nicht gegen sie an. 

Ja, heute liebe ich Trigger, weil ich für mich entschieden habe, dass sie mir zeigen, wo ich noch über mich nachdenken, in mich hineinhörend und fühlen kann, wo ich noch etwas in meinen Ansichten ändern darf, weil es nicht zu mir gehört. Ich bin ihnen dankbar für ihr Auftauchen und Da-sein. Und indem ich sie und mich darin ernst nehme und mir wieder ganz genau zuhöre und in mich hinein fühle, kann ich in den Triggern erkennen, was ich für mich verändern kann!

Das Schöne dabei ist, dass ich auch die Trigger-Überbringer durchaus schätze! Sie kommen ja meinstens aus dem engsten Kreis und übernehmen diese Rolle unbewusst. Heute muss ich nicht mehr wütend auf diese Personen werden und mich gegen sie wehren. 

Wenn mich etwas triggert, hat das mit mir zu tun! Nur mit mir!

Denn alles, was nicht zu mir gehört, was nicht mit meinem Innersten übereinstimmt, das macht Drama in mir! Das möchte sich bemerkbar machen. Das eckt in mir drin an! Das ruft "ungute" Gefühle oder Angst auf den Plan. Um mich zurück zu mir zu bringen. 

Und wenn ich das so sehe, gibts es nichts mehr in und ausserhalb von mir, was ich bekämpfen muss! Alles, was kommt und mich triggert, hat einen Grund für mich! Einen guten Grund, der sich Ernstzunehmen und anzuschauen lohnt. 

Ja, ich kann mir vorstellen, dass das irgendwie überheblich, heuchlerisch, übertrieben, unglaubwürdig klingen könnte. 

Aber ich habe keinen Grund, der Welt und darin dir, irgendetwas vorzumachen! Ich habe keine Absicht, mich irgendwie besser als andere darzustellen! Es geht mir nicht darum, zu zeigen, wie toll ich bin, wie super ich das hinbekommen habe!

Also warum teile ich denn diese meine Gedanken?

Weil ich selber noch vor etwas mehr als 3 Jahren zeitweise sehr verzweifelt war und wirklich dachte, ich werde nie, nie, nie eine Lösung für mich finden, wie ich mein Leben leben kann, ohne sp sehr an mir zu zweifeln. 

Und heute lebe ich dieses Leben! 

Und ich bin so dankbar, dass ich diesen Weg für mich gehe und ich möchte einfach allen Menschen auf dieser Welt, die es hören wollen, sagen: Es ist auch für dich möglich! 

Es gibt so viele Wege, wie es Lebewesen gibt, aber dein Weg ist dein Weg! Geh nicht den Weg für jemand anderes! Geh deinen Weg!

Ohne Zauberei, ohne Wundermittel, ohne fremde Abhängigkeiten!

Indem ich zurück zu mir komme und mir ganz genau zuhöre, meine Wahrnehmung untersuche, in mich hineinfühle und so mein Handeln, je länger je mehr, meinen innersten Bedürfnissen anpasse!

Indem ich meinen Gefühlen vertraue und sie ernst nehme, wenn sie mit mir zu reden beginnen! 

Indem ich die Signale meines Körpers ernst nehme und auf sie höre!

Indem ich "Schlechtes" nicht einfach nur weghaben möchte, sondern erkenne, dass es eine Botschaft für mich hat. Und dass ich selber diejenige bin, die diese Botschaft verstehen kann und dass ich mir selber helfen und mich heilen kann! Wobei ich auf keinen Fall ausschliessen möchte, dass mir dabei etwas oder jemand von Aussen helfen kann! 

Das ist meine tiefste Überzeugung und ich habe sie gewählt.

Ich habe mich entschieden, so zu glauben und ich glaube nicht, dass ich mich da je umentscheiden werde. 

Aber wer weiss schon, was morgen sein wird ;)

Ich weiss auf jeden Fall, dass ich jetzt gerade weiss, dass ich mit allem umgehen kann, was sich mir gerade zeigt!

Danke Leben!

Danke dir, werter Leser, werte Leserin für dein mich etwas begleiten auf meinem Weg!!

Herzlichst

Katrin














Samstag, 9. März 2024

Tief in mir drin

Tief in mir drin, weiss ich ganz genau, was ich will und was ich brauche!

Tief in mir drin, weiss ich alles, was ich wissen muss!

Das Einzige, was ich tun muss, um an dieses Wissen zu kommen, ist, tief in mich hineinzugehen!

Tief in mich hineinzuhören und tief in mich hineinzufühlen!


Was ich dabei beachten darf, ist, dass ich, auf dieser Reise in mich hinein, ganz vielen Gedanken begegnen werde, die mir fremd sind, die mich abstossen, die mir Angst machen, die mich ekeln, die mich vom Weitergehen abhalten wollen.

Es sind Gedanken, die ich mir aufgeladen habe, weil ich dachte, die wären gut für mich!

Ich habe mir angewöhnt, so zu denken!

Es sind Glaubenssätze, die mir erzählen wollen, dass sie wahr sind!

Und genau weil sie, tief in mir drin, für mich nicht wahr sind, genau deshalb kommen sie mir, wenn ich so von Aussen her in mich hinein“gehe“, so komisch, so fragwürdig, so beängstigend vor, weil sie nicht mit meinem Innersten übereinstimmen.

Weil ich, wenn ich mich dafür entscheide, mich selber wirklich zu sehen, wie ich, tief in mir drin, bin, nicht erwarte, solche Gedanken, solche Muster anzutreffen!

Im ersten Moment werde ich denken, dass ich das bin, was ich da sehe und ich werde noch mehr erschrecken.

Ich werde überrascht sein, was mir da alles begegnet.

Weil ich eben doch auch ganz aussen von mir, immer noch mit mir verbunden bin, mit meinem tiefen Inneren! Denn auch mein Aussen weiss, was da ganz tief in mir drin ist und was da, ganz tief in mir drin, stimmig ist für mich!

Und genau deshalb besteht überhaupt keine Gefahr, mich auf den Weg zurück zu mir, tief in mich hinein, zu begeben!

Ich werde zu mir kommen.

Ich werde wieder bei mir ankommen!

Ich werde den Kreis zwischen meinem Innen und meinem Aussen wieder schliessen können, indem ich alles, was dazwischen war, was nicht da hin gehört, loslasse.

Ich werde mich wiedererkennen und merken, dass ich schon immer mich war, dass ich immer bei mir war. Auch in den Zeiten, in denen ich mich gefühlt nicht war.

Es waren Zeiten, in denen ich mich nicht gefühlt habe, nicht fühlen konnte.

Weil die Schicht an Gedanken und Mustern zwischen meinem tiefen Innern und dem, was ich dachte, nach Aussen sein zu müssen, schlicht zu dick war, um da noch durchfühlen zu können!

Wenn ich mir erlaube, auf diesem Weg, tief in mich hinein, Gedanken und Muster loszulassen, die nicht zu mir gehören, werde ich mich befreien!

Ich werde Freiheit erlebe und leben können!

Wenn ich endlich loslassen kann, was ich nicht bin, werde ich merken, dass ich, tief in mir drin, genau so bin, wie überall sonst auch.

Wenn ich die Mauern fallen lasse, die ich um mein Innerstes aufgebaut habe, im Glauben, mich vor irgendetwas schützen zu müssen, werde ich erkennen können, dass ich, genau so wie ich bin und schon immer war, genau richtig bin!

Dass ich keinen Schutz brauche, weil ich alles habe und bin, weil mein Leben mir alles gibt und immer für mich ist.

Dann werde ich erkennen, dass ich, tief in mir drin, wirklich alles weiss, was ich wissen muss.

Und ich werde auch wieder wissen, was ich will!


Herzlichst

Katrin



Fremdgesteuert

Mich fremdgesteuert zu fühlen bedeutet, dass ich meine Gedanken nicht kenne.  Denn in letzter Instanz entscheide immer ich, was ich tatsäch...