Vertrauen ist eine Entscheidung.
Misstrauen ist eine Entscheidung.
Wenn ich mich für Vertrauen entscheide,
gehe ich einen Schritt zurück und schau mir das Ganze von etwas weiter weg an!
Wenn ich mich für Misstrauen entscheide,
geh ich einen Schritt darauf zu und schau mir das Ganze noch etwas näher an!
Möchte ich etwas haben, lass ich es los!
Was so viel bedeutet wie: Ich lass meine Bewertung darüber, meine Gedanken dazu und die Verknüpfungen, die ich daran hänge, los! Ich lass es so weit weg gehen, bis es mir möglich ist, eine neue Perspektive einzunehmen, es aus einem anderen Blickwinkel zu sehen! Ich lass es gehen! Und es wird wieder zu mir finden. In Frieden!
Möchte ich etwas weghaben, nehme ich es zuerst ganz zu mir!
Was so viel bedeutet wie: Ich nehme es so nahe zu mir, bis ich meine Gedanken dazu verstehe, bis ich genau weiss, was davon ich nicht haben möchte, bis ich spüre, was „es“ mit mir macht. Es bedeutet, ich mach Frieden damit, indem ich es in meine Arme schliesse und dann kann ich es loslassen und es wird auch gehen können. In Frieden!
Das Wichtigste für mich dabei ist, dass nicht meine Entscheidung ausschlaggebend ist!
Das „Ende“ von dieser Erkundung ist gar nicht von meiner vorausgehenden Entscheidung abhängig. Das was dabei so lebendig und wichtig ist, ist mein Prozess mit diesem Thema.
Ich spüre Misstrauen.
Also gehe ich darauf zu.
Was ist denn da?
Ich spüre Misstrauen von Aussen gegen mich!
Wo ist da mein Misstrauen?
Mir gegenüber und auch dem Aussen gegenüber!
Wem oder was misstraue ich hier, in dieser „Geschichte“?
Was denke ich?
Was fühle ich?
Und dann die Fragen aller Fragen:
WILL ICH SO DENKEN?
WILL ICH SO FÜHLEN?
WILL ICH SO HANDELN?
Nein?
Dann entscheide ich mich für Vertrauen!
Wie ist es mir möglich, hier zu vertrauen?
Wie will ich es haben?
In den Prozess gehe ich nur, wenn ich nicht bei mir bleiben kann.
Das heisst, wenn ich zweifle, wenn ich verunsichert bin, wenn ich Angst habe, wütend oder traurig bin.
Wenn ich im Frieden bin mit meiner Entscheidung ist alles gut!
Dann trau ich mich, meinen Weg weiterzugehen!
Dabei darf ich sehr ehrlich mit mir sein!
Bin ich wirklich im Frieden?
Aber nur schon wenn ich mir diese Frage stelle, weiss ich, da ist etwas.
Es geht gar nicht darum, schlafende Hunde zu wecken und dabei riesen Geschichten in mir zu erkennen.
Ich darf so einfach immer wieder zurück zu mir kommen.
Spielerisch und beobachtend!
Offen und neugierig!
Immer wieder!
Also die Frage ist gar nie: Bin ich im Vertrauen oder Misstrauen?
Sondern ich nehme diese beiden Ansichten auch als Wegweiser auf meinem Weg. So wie meine Gefühle, wie meine Ängste, wie meine Zweifel.
Vielleicht ist da der Gedanke: „Ich weiss nicht, wie ich mein Vertrauen in mich aufbauen und festigen kann?“
Was, wenn das gar nicht nötig ist, da etwas aufzubauen, damit es dann da bleibt?
Was, wenn ich einfach beobachte, wie es gerade ist? Wie ich gerade bin?
Und so nur im Moment ehrlich sein darf zu mir, was ich gerade bin?
Ah, da spüre ich jetzt ein grosses Vertrauen und es fühle sich toll an!
Dann traue ich mich, mir zu vertrauen!
Ah, da bin ich jetzt sehr misstrauisch oder Misstrauen kommt mir entgegen!
Da trau ich mich, genauer hinzuschauen!
Ich vertraue mir, indem ich mich traue, meinen Gefühlen zu vertrauen!
Und ja, das braucht manchmal Mut!
Deshalb darf ich mich trauen!
Ich darf mir diesen Mut zutrauen!
Im Wissen, dass sich irgendetwas in mir wieder melden wird, falls ich mich verlieren sollte!
Denn dann brauche ich wieder eine Umentscheidung in mir drin.
Dann darf ich wieder hinschauen und erkennen, ob ich etwas unbedingt haben will oder ob ich etwas unbedingt weghaben will. Und, je nach dem, darauf hinzugehen oder einen Schritt zurück gehen!
Im Vertrauen in mein Leben, dass es immer FÜR mich ist und nie gegen mich!
Dieses Vertrauen habe ich gewählt. Für mich!
Weil es für mich aus jeder erdenklichen Perspektive keinen Grund gibt, meinem Leben nicht zu vertrauen!
Ich habe mich dafür entschieden, meinem Leben und dem Leben ganz allgemein zu vertrauen!
Und die Gefühle sind die Sprache, mit der mein Leben mit mir spricht!
Ich traue mich, dem zu vertrauen!
Herzlichst
Katrin
Genau so sehe ich das auch mit dem Ver- und Misstrauen! Ich wähle!
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