Freitag, 15. Dezember 2023

Meins/ Deins

 


Sobald die Geschichte, die ich gerade erlebe und wahrnehme, mich berührt, sobald sie in mir etwas macht, ist sie „meine“. 


Wenn sie zusätzlich auch dich berührt, ist sie auch „deine“. 


Sehr wahrscheinlich und sehr oft sind es aber zwei sehr unterschiedliche Geschichten!


Und genau deshalb macht es keinen Sinn, zu sagen: “Das ist jetzt aber Deins!“

Weil schon in diesem „Das“ liegt MEINE Wahrnehmung drin! Dieses „Das“ ist schon meine Geschichte, meine Definition, das Bild zur Geschichte aus meiner Sicht.

Also muss ich mich nicht wundern, wenn der andere dann wütend wird und sagt, das stimme aber nicht! 


Das einzige was für mich Sinn macht, ist mich zu fragen:

 „Was ist denn jetzt hier MEINS?“

Und wo habe ich das Gefühl, dass es SEINS oder IHRES ist. 

Wenn ich nämlich den Wunsch habe, die Geschichte zu seiner oder ihrer zu machen, die Schuld abzugeben, heisst das für mich, dass es da einen Teil gibt, den ich lieber nicht bei mir hätte. 

Dann finde ich für mich heraus, ob es diesen Teil gibt, was da genau dahinter steckt und warum ich den nicht bei mir haben möchte. 

Ich schau ganz genau, was dieser Teil bei mir macht und auslöst. 

Und dann kann ich entscheiden, ob ich ihn zu mir nehme und für mich verändere, 

ob ich noch in den Austausch mit meinem Gegenüber gehe und mich und die Verantwortlichkeiten, um die es geht, zu erklären und klären versuche, 

oder ob mich dieser Teil nicht in mir berührt und ich ihn deshalb, ohne das überhaupt dem anderen zu sagen, an ihn/sie zurückgeben und mich so davon lösen kann.


Auf diese Weise bin ich nicht abhängig davon, wie mein Gegenüber mit der Geschichte umgeht! 

Das kann ich auch machen, wenn mein Gegenüber nur schon die Augen verdreht, wenn ich von „Deins und Meins“ zu reden beginne!


Mit allen drei Varianten kann ich wieder in Frieden kommen!


Mit der Geschichte, mir und meinem Gegenüber!


Herzlichst Katrin






 
Klarer Fall von verschiedenen Geschichten! ;)

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