Mein tiefstes Bedürfnis ist Verbindung.
Der Weg zurück zu mir ist mein Weg. Ich gehe ihn Schritt für Schritt. Ich muss nicht alles gleich sofort loslassen können. Aber ich kann jetzt gleich damit anfangen, mich für mich zu entscheiden!
Mein tiefstes Bedürfnis ist Verbindung.
Der Weg zurück zu mir ist mein Weg. Ich gehe ihn Schritt für Schritt. Ich muss nicht alles gleich sofort loslassen können. Aber ich kann jetzt gleich damit anfangen, mich für mich zu entscheiden!
Ich bin tief, sehr tief berührt von Gabor Matés Film „Wisdom of Trauma“ und den zusätzlichen Inhalten, die ich dazu gesehen habe!
Lange war da für mich eine Stimme, die mir sagt :“Also, traumatisiert bin ich ja nicht wirklich! Da kann ich gar nicht mitreden und somit nicht beurteilen, ob das so für mich stimmig ist, was er dazu sagt…“
Und doch hat er, und das was er sagt, mich immer wieder sehr berührt.
Die letzten Tage ist mir klar geworden, was das ist, was in mir anklingt.
Das, wovon er redet - und er ist ja nicht der Einzige, der das so sieht - ist genau das, was ich für mich im Bezug auf meine Gefühle gelernt und erkannt habe. Es ist das, was mich auf den Weg zurück zu mir geschubst und gestossen hat und so habe ich mir de Möglichkeit gegeben, zurück zu mir zu finden.
Zurück in mein Leben!
Zurück in mein Leben, welches ich leben will.
Es geht nicht darum, Gefühle zu „bearbeiten“, es geht darum, ihre Botschaft zu verstehen.
Es geht nicht darum, „das Problem“ (die Wut, die Trauer oder auch die Sucht, das „Fehlverhalten“, etc.) zu bekämpfen und zu besiegen, sondern darum, den Schmerz dahinter zu erkennen, zu fühlen, vielleicht zu verstehen und ihn so annehmen und lösen zu können.
Es geht darum, die Wunde, die laut Maté das Trauma ist, zu heilen und so den Schmerz, den diese Wunde immer wieder auslöst, zu lösen.
Es geht darum, wieder zurück zu finden, in das Urvertrauen, mit dem ich als Kind zur Welt gekommen bin.
Es geht darum, zurück zu mir zu kommen, zu dem Ort, an dem ich weiss, dass ich gut bin, wie ich bin.
Es geht darum, zu erkennen, wo und wann ich mich gegen mein Innerstes entscheide, wo ich mir selber untreu werde, wo ich mich selber verleugne, aus Angst, nicht richtig zu sein, wie ich bin. Aus Angst, angestossen zu werden. Aus Angst, etwas oder jemanden zu verlieren.
Es geht darum, für mich zu erkennen, was ich mir da gerade sage, was mir verbietet, mich selber zu sein.
Es geht darum, wieder zu mir zurück zu kommen und da zu erkennen, was das „richtige“ ist für mich. Was mir entspricht. Wie ich leben will. Was ich will.
Es geht darum, zu erkennen, wo ich mir nicht erlaube, mich selber zu sein und diese Erlaubnis wieder zu mit zurück zu holen.
Erkennen kann ich das alles, indem ich mich mir zuwende. Nach Innen. Indem ich beginne, mir selber zu zu hören, in mich hinein zu hören, in mich hinein zu fühlen, meine Wahrnehmung zu üben, indem ich meinen Fokus nach Innen richte und so meine Energie mir selber schenke.
Was ich gemerkt habe, ist, dass es nicht in dem Sinn ein Trauma braucht, um mich von mir zu trennen, es sind auch scheinbar ganz kleine „Unsicherheiten“, die mich schon dazu bewegen, mich „gegen“ mich zu entscheiden.
Es geht so sehr darum, das für mich zu tun, mit zuliebe, einfach an erster Stelle für mich, weil ich es Wert bin, weil ich die Königin meines Lebens bin, weil mein Leben das Wichtigste ist, hier und jetzt, was ich habe und weil ich das Wichtigste in diesem, meinem Leben bin.
Und wenn ich auf diesen Weg zurück zu mir gehe, werde ich diesen Weg auch nach aussen zeigen können.
Werde ich mich, wie ich bin, zeigen können.
Und ich werde meinen Kindern zeigen können, was das bedeutet, ein Leben zu leben, in dem ich selber die Hauptrolle spiele. Ein Leben, in dem ich meinen Gefühlen und ihren Botschaften vertraue und sie mir helfen, immer wieder zurück zu mir zu finden.
Wenn ich mir wünsche, dass meine Kinder „doch einfach nur glücklich sein sollen, und vielleicht noch gesund und erfolgreich “, dann muss ich mich für meinen Weg entscheiden und ihn gehen.
Weil das ist der Weg, der mir entspricht und mich in mein Glück, meine Gesundheit, meine Freiheit führt.
Nur mein Weg kann das für mich sein!
Und der Weg meines Kindes kann das für ihn oder sie sein!
Und dein Weg kann das für dich sein!
Wenn ich versuche, für mein Kind herauszufinden, was das Richtige ist, werde ich mich von mir selber trennen müssen. Ich werde den Fokus auf mein Kind, also auf mein Aussen richtigen müssen und da werde ich nichts mehr erkennen können.
Mein Kind wird das spüren und es wird sich nicht gesehen fühlen! Es wird denken, dass es nicht verbunden ist mit mir. Was ja in diesem Moment auch stimmt.
Die Abtrennung, die ich von mir selber mache, mache ich, weil ich eine Abtrennung vom Aussen spüre. Ich fühle mich nicht angenommen, nicht gesehen, nicht erwünscht, nicht gut genug.
Das kann mal sein und das kann ich auch mal aushalten.
Aber wenn ich das in mein System einbuche, wenn ich deshalb zum Schluss komme, dass ich nicht gut bin, dass ich nicht gesehen werde, dass ich nichts Wert bin, dann habe ich mich selber aufgegeben an diesem Punkt.
Ich kann mich mit niemandem verbinden, wenn ich nicht mit mir verbunden bin!
Auch wenn ich das überhaupt nicht „böse“ meine, ich werde keine Verbindung aufbauen können, wenn ich im Aussen etwas (oder gar alles) richtig machen möchte.
Und so werde ich einerseits mich selber abtrennen und auch meinem Kind das Gefühl von Trennung geben.
Das Kind wird das noch nicht so verstehen und es wird ein Verhalten wählen, welches ihm selber ein Gefühl von Verbindung geben wird.
Natürlich gibt es da verschiedenste Verhaltensweisen.
Der Punkt, der für mich dabei so zentral ist, ist der, dass das Kind nicht bewusst seinen Weg wählen wird, weil es noch nicht in diesem Denken ist.
Es ist grundsätzlich nicht in Trennung und wählt noch nicht für sich oder für andere. Es ist vom Grundgefühl her bei sich und so am richtigen Ort, um wirklich seinen Weg zu gehen, ohne darüber nachdenken zu müssen.
Wenn es nun in die Situation kommt, in der es diese Trennung spürt, wird es sich anpassen und sich selber möglicherweise und auch sehr wahrscheinlich, von sich selber entfernen.
Es wird nicht auf seine Gefühle hören, weil es da von Aussen etwas anderes hört, als das, was ihm seine Gefühle sagen.
Und es wird beginnen, an sich selber zu zweifeln.
Ich bin der Meinung, dass Kinder sehr wohl mit solchen Konflikten umgehen können, wenn sie daneben sehr viel häufiger andere Situationen erleben, in denen sie Verbindung als ganz natürlich spüren können.
Wenn die Selbstzweifel aber immer grösser werden, wird dieses Kind auch als Erwachsener an sich zweifeln und möglicherweise darunter leiden.
Ja, ich habe auch erst als Erwachsene gelernt, diese Zweifel anzuhören und sie für mich zu drehen und mich so davon zu erlösen. Das ist möglich!
Es ist möglich, mich bewusst für meinen Weg zu entscheiden und zu beginnen, ihn wieder zu gehen!
Und das ist das, was ich so gerne in die Welt hinaustragen - und zuweilen auch schreien - würde!
Dass ich so sehr der Meinung bin, dass wir „Erwachsenen“, die das „einsehen können“, uns doch für den Herzensweg, denn das ist der Weg bei sich selber, entscheiden sollen.
Wenn ich mich für meinen Weg entscheide und die Anstrengung auf mich nehmen, ihn zu gehen, werde ich mich auf diesem Weg immer mit meinen Kindern (und allen anderen Menschen) verbinden können und ihnen so das Gefühl schenken können, dass sie selber so, in diesem Moment, richtig sind, wie sie gerade sind!
(Auch wenn sie gerade etwas tun sollten, was mir nicht gefällt! Es heisst nicht, dass ich alles gutheissen muss, was sie tun! Aber was sie sind! Dazu gerne ein ander Mal mehr.)
Ja, es kann anstrengend sein, mich darauf zu fokussieren, was in meinem Inneren ist.
Aber ich mache die Erfahrung, dass es immer einfacher wird.
Es geht nicht darum, mich selber kennenzulernen und dann zu wissen, wer ich bin.
Es geht darum, mir selber zu erlauben, mich zu sein, egal wie ich gerade bin und mir so in jedem Moment zu ermöglichen, bei mir zu bleiben.
Denn wenn ich mir erlaube, so zu sein wie ich bin, wird es für mich keinen Grund mehr geben, zu denken, dass ich anders sein müsste und ich muss mich nicht mehr verleugnen!
Und wenn ich mir immer erlaube, bei mir zu bleiben, kann ich so in Verbindung mit dem Aussen treten und so auch dem Aussen das Gefühl von „Ich bin gut, wie ich bin“ wirklich von Herzen geben.
Ja, es ist möglich, dies wieder zu lernen, aber ich glaube, es ist auch möglich, dass wir so mit unseren Kindern umgehen, dass sie das gar nicht erst verlernen müssen!
Dass unsere Kinder und die kommenden Generationen von Anfang an in ihrem Urvertrauen ankommen und da auch bleiben dürfen!
Und wenn das geschieht, wenn die Menschen sich auf ihrem Weg nicht zuerst verlieren müssen, um sich wiederzufinden, bedeutet das meiner Meinung nach Freiheit! Freiheit und Frieden für alle!
Und das ist mein Antrieb und meine Vision!
Jeder Mensch, der bei sich ist, ist ein Mensch, der anderen Menschen gut tut! Weil er sich selber gut tut!
Und wenn du dich selber nicht bei dir fühlst und du das Bedürfnis spürst, wieder bei dir selber anzukommen, dann melde dich bei mir!
Ich bin diesen Weg für mich gegangen und gehe ihn täglich.
Auch wenn dein Weg ein anderen sein wird als meiner, werde ich dir doch zeigen können, wie du deinen Weg wiederfinden kannst.
Gehen darfst du ihn dann selber und wenn du erst mal da bist, wirst du keinen anderen Weg mehr gehen wollen!
Tu es für dich!
Tu es für deine Kinder!
Und tu es für die Welt!!
Herzlichst
Katrin
Ihr Lieben,
Erst, wenn ich mein Leiden als schlimm bewerte, ist es schlimm für mich!
Solange ich die darin enthaltenen Gefühle wahrnehme, erkenne und fühle, können sie mir sagen, was sie mir sagen wollen und ich kann mit ihrer Hilfe meinen Weg wiederfinden.
Denn meine „schlechten oder unguten“ Gefühle kommen nur, wenn ich nicht mehr auf meinem Weg bin.
Wenn ich mich selber am verlieren bin.
Dann schlagen sie Alarm!
Dann kommen sie und wollen mir sagen, dass es an der Zeit ist, wieder zurück zu mir zu kommen.
Wenn ich diesem „Zustand“ dann Leiden sage und das als schlimm bezeichne, dann baue ich mir damit selber ein Gefängnis.
Ich leide!
Ich kann nicht anders!
Es ist schlimm!
Ja, es kann sich schlimm anfühlen, es kann weh tun, ich kann verzweifelt sein, aber ich bin darin nicht gefangen, solange ich meine Gefühle habe.
Solange ich mir zuhöre!
Was nehme ich denn wahr?
Was denke ich?
Was fühle ich?
Wie verhalte ich mich?
und dann
„Will ich das denn so?“
Seit ich weiss, dass ich so mit meinem Leiden etwas anfangen kann, dass ich im Leiden drin die Antworten für mich finden kann, habe ich keine Angst mehr vor dem Leiden.
Ich weiss, dass ich darin nicht untergehen, nicht versinken muss!
Traurig sein ist nicht mehr schlimm für mich!
Wütend sein ist nicht mehr schlimm für mich!
Und deshalb muss diese Gefühle auch nicht mehr bekämpfen und unterdrücken.
Ich muss leiden nicht mehr vermeiden!
Und das ist Freiheit!
Und weil ich das für mich weiss, dass es Wege gibt, durch das Leiden hindurch, durch die Terrorbarrieren, aus der Komfortzone heraus, in ein neues Level, weil ich das weiss, habe ich auch nicht mehr das Gefühl, ich muss meinen Liebsten helfen, damit sie nicht leiden müssen.
Oder ich müsse gar verhindern, dass sie leiden könnten.
Denn das kann ich sowieso nicht.
Sie selber wählen, ob sie leiden und was sie mit diesem Leiden machen wollen.
Weil ich für mich weiss, wie ich damit umgehen kann, kann ich ihnen von meinem Weg erzählen, aber ob sie den auch für sich gehen wollen, wählen sie selber.
Weil ich für mich weiss, wie ich damit umgehen kann, kann ich dir von meinem Weg erzählen, aber ob du den auch für dich gehen willst, wählst auch du selber.
Es muss nicht zwingend auch euer Weg sein - auch wenn ich bisher keinen anderen kenne, bei dem ich so wenig „leide“!
Herzlichst
Katrin
Mich fremdgesteuert zu fühlen bedeutet, dass ich meine Gedanken nicht kenne. Denn in letzter Instanz entscheide immer ich, was ich tatsäch...