Mittwoch, 25. August 2021

Was, wenn das Gegenteil von dem, was ich für mich als richtig erachte, auch richtig ist? Nicht nur in dem Sinn, dass das Eine für andere Menschen das Richtige ist und für mich eben das Gegenteil davon. Sondern beides ist für mich richtig! Oder wichtig, oder hilfreich, oder erhellend, oder weiterführend!


Was, wenn das Gegenteil von dem, was ich denke, für mich auch denkbar ist?

Wie ändert das meine Gedanken über mein „Denken“? 

Es macht, dass ich mein Denken und mich nicht verurteile! Dass ich nicht in der Bewertung meines Denkens hängen bleibe und nichts mehr tu, nicht ins Handeln komme, weil ich Angst davor habe, das Falsche zu tun!


Für mich persönlich sind es solche Überlegungen, die mir enorm viel Freiheit, Weite und Leichtigkeit in mein Denken und in mein Sein bringen.


Es geht nicht darum, dass ich mir sage :“Ach, es kommt doch gar nicht drauf an, wie es ist, weil es so oder so gut ist!“ Es geht mir nicht um dieses „reine“ positive Denken!

Es geht mir nicht darum, mich nicht festlegen zu wollen.

Es geht mir nicht darum, mir alle Möglichkeiten offen zu halten, weil ich eine falsche wählen könnte, weil ich sie mir nicht „verspielen“ möchte.

Es geht mir nicht darum, alles einfach gut zu sehen und schön zu reden!

Es geht mir nicht darum, den Tatsachen nicht in die Augen schauen zu wollen!


Es geht mir darum, offen zu sein, für alles, was für mich ist!

Es geht mir darum, mir jede Möglichkeit als solche offen zu lassen - nicht krampfhaft, sondern spielerisch! Gerade weil ich weiss, dass jede Möglichkeit „möglich“ ist. 

Es geht mir darum, nicht versessen darauf zu sein, ja das Richtige zu erkennen und zu finden, sondern absolut entspannt meinem Leben zu erlauben, sich mir zu zeigen! 

Indem ich mir und meinem Leben absolut vertraue, kann ich alles, was sich mir zeigt, als gut und richtig für mich annehmen, auch wenn es schlecht und falsch ist! 


Wenn ich mein Bewertungssystem so abändere, dass es nicht mehr darum geht, ob etwas gut oder schlecht, richtig oder falsch ist, sondern mich frage, wie es sich gerade für mich anfühlt, ob ich mich damit wohl fühle, ob es gerade passt für mich, dann habe ich viel mehr Freiheit, meine Weg zu gehen. Ihn einfach zu gehen, ohne Angst, dass die Abzweigung, die ich gewählt habe, falsch sein könnte. Sie ist einfach ein Teil von meinem Weg und es ist MEIN Weg! 

Dadurch, dass ich offen bin, für alles was kommen mag und für mich jede Möglichkeit, die sich mir bietet, „die“ richtige ist, wird alles fliessend. 


Es ist alles gut!

Ich muss mich nicht festlegen und bin so enorm offen für alles was kommt. Aber ich bin nicht gefesselt von einem Rahmen, den ich mir selber auferlegt habe oder den ich vom Aussen übernommen habe.

Ich bin absolut frei und lasse mir so alle Möglichkeiten offen. Und durch dieses Offen-sein, sind plötzlich alle Möglichkeiten möglich!

Alle Wege sind vor mir und offen und ich kann immer wieder neu wählen!

Und weil ich keine Erwartungen habe an den jeweiligen Moment, ist jede Möglichkeit sozusagen immer auch die richtige, egal, welche ich wähle. Und weil ich so sehr bei mir bin, in meiner Mitte, wähle ich sowieso immer die richtige - weil alle Möglichkeiten richtig sind!


Völlig logisch, oder?


Herzlichst katrin




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