Solange ich jemandem vorwerfe, nicht in seiner Selbstliebe zu sein, habe ich nichts von (meiner) Selbstliebe verstanden!
Solange ich andere dafür verurteile, in ihrem Leiden hängen zu bleiben, habe ich nichts von Mitgefühl verstanden.
Solange ich andere dafür verurteile, sich nicht auf ihren Weg zu begeben, habe ich nichts von meinem Weg verstanden.
Solange ich denke, zu wissen, was das Richtige ist für die da draussen, habe ich nicht verstanden, was das Richtige für mich ist.
Ich wünsche mir, Menschen um mich herum zu haben, die mich verstehen, wenn ich ihnen von mir und meinem Weg erzähle.
Nur ist es ja so, dass ich mich verstanden fühle, wenn ich mich selber verstehe.
Wenn da nichts ist, was ich in mir gerade ablehne.
Wenn ich mir selber die Erlaubnis gebe, mich zu sein.
Und diese Erlaubnis gebe ich mir und nicht mein Gegenüber.
Also ist es nicht „die Schuld“ vom Gegenüber, wenn ich mich nicht verstanden fühle!
Sondern es liegt in meiner Macht, mir zu erlauben, mich zu sein.
Im Beisein von wem auch immer!
Genau so bereichernd kann es also für mich, Menschen zu begegnen, die ganz anders sind und denken als ich.
Solche, die nichts mit meinem Weg anfangen können und mit deren Weg ich nichts anfangen kann.
Weil genau da sehe ich ja wieder für mich, wo ich noch Grenzen habe, wo ich noch denke, da geht etwas so ganz und gar nicht.
Der Schmerz, der kommt, wenn ich mich nicht verstanden fühle, ist der Zweifel daran, ob ich denn richtig bin.
Diese Frage muss ich mir nicht mehr stellen!
Es steht ausser Frage, dass ich richtig bin, so wie ich bin!
Und das gleiche gilt auch für dich!
Wenn es mich verletzt, wie das Aussen auf mich reagiert, wie das Aussen mich nicht versteht, ist das meine Verletzung in mir drin, meine Unsicherheit mit gegenüber, mein nicht-vertrauen in mich.
Ich habe heute realisiert, dass es mir nicht mehr wichtig ist, von meinem Mann zu „wissen“, dass er mich liebt.
Es ist mir viel wichtiger, zu wissen, dass er sich liebt.
Und da hab ich realisiert, wie hochmütig und übergriffen das sein kann, definieren zu wollen, ob jemand anderes sich selber liebt oder nicht.
Es liegt nicht an mir, das für ihn und sonst jemand anderes zu erkennen oder zu definieren.
Das einzige, woran ich arbeiten kann, was ich erfühlen kann, was ich erforschen kann, ist meine Selbstliebe.
Und die gilt es für mich zu pflegen.
Indem ich mich selber pflege.
Indem ich mir gut schaue.
Indem ich mir erlaube, mich zu sein.
Indem ich mich so akzeptiere, wie ich bin.
Indem ich mir selber vertraue.
Indem ich tatsächlich für mich selber einstehe und nach meinem Gefühl handle, auf mein Herz höre und mir selber treu bin.
Und indem ich für mich und meine Selbstliebe einstehe, kann ich meinen Mitmenschen Liebe geben, ohne dieses Geben davon abhängig zu machen, wer, wie oder was sie sind.
Dann kann die Liebe die Verbindung sein, die sie ist. Bedingungslos und frei.
(Das heisst nicht, dass ich in jeder Verbindung einfach bleiben muss oder in jeder Art von Verbindung einfach „zufrieden“ sein muss!! Nein!
Aber darauf gehe ich ein anders mal näher ein ;) )
Herzlichst
Katrin
Und immer wieder kommt dieses Thema zu mir! <3
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