Dienstag, 9. November 2021

Loslassen

Um etwas loslassen zu können, muss ich es zuerst zu mir nehmen, um etwas empfangen zu können, muss ich es zuerst gehen lassen.

Erst wenn ich weiss, dass ich auch ohne etwas sein kann, kann es wirklich zu mir kommen!
Erst wenn ich weiss, dass ich auch mit etwas sein kann, kann es wirklich von mir gehen!
Solange ich meine, ich muss etwas loswerden, etwas tut mir nicht gut, bin ich im Kampf dagegen und meine ganze Energie fokussiert sich auf dieses Etwas und auf das Loswerden davon. Indem ich gegen etwas bin, möchte ich es von mir trennen, und dieses trennen-wollen macht es für mich unmöglich, es freizugeben weil ich mich mit diesem Gedanken von loshaben-wollen so sehr daran binde! Egal ob das ein Thema, ein Mensch, Geld, Gefühle, Gedanken sind, solange ich dagegen ankämpfe - auch in einer sanften Art - wird es bei mit bleiben und mich belasten.
Wenn ich etwas unbedingt haben will, wird es sich nicht mit mir vereinbaren können. Mein Fokus darauf, es haben zu müssen, wird genau diese Trennung schaffen, die ein Zusammensein verunmöglich. Ja, richtig, das ist genau gegensätzlich zum loswerden wollen.
Erst wenn ich Frieden finden kann, in der Beziehung zu diesem „Etwas“, werde ich einen friedvolle Beziehung damit aufbauen können - es loslassen oder annehmen können!
Was kann ich tun?
Ich kann mir ganz ehrlich überlegen, was bringt es mir, wenn ich „es“ noch habe? Wie verhalte ich mich, weil ich es noch habe? Kann ich mich zum Beispiel deswegen bei anderen Sachen raushalten, habe ich so eine Entschuldigung, etwas anderes, was ich nicht möchte, nicht zu tun? Bekomme ich so etwas anderes, weil ich eben dieses „schlechte“ noch bei mir habe?
Oder im Gegenzug die Fragen „Was bringt es mir, wenn ich etwas nicht habe, was ich unbedingt haben möchte? Wie verhalte ich mich deshalb? Welches Bild habe ich von mir im Bezug darauf und welches Bild kann ich so nach Aussen aufrechterhalten?“
Wenn ich dann herausgefunden habe, was ich genau für ein „Ding“ mit diese „Sache“ habe, die ich eben loswerden oder unbedingt haben möchte, dann kann ich mich dafür entscheiden, sie gehen zu lassen oder sie zu mir einzuladen. Ich kann den Kampf loslassen und in Beziehung gehen, auch wenn es das Loslassen ist, was ich will.
Ja, diese Gedanke können weh tun! Es kann sich sehr schwer anfühlen. Vielleicht beginne ich mich sogar zu schämen, dass ich mir selber das so antue, aber sobald ich wirklich in die Geschichte - und nichts anderes sind unsere Gedanken - reingehe, realisiere ich plötzlich, dass ich alles in der Hand habe! Dass es an mir und nur an mir liegt, diese scheinbare Tatsache zu ändern! Ich darf mich dafür entscheiden, etwas in meinem Leben - oder auch mein ganzes Leben - zu ändern!
Möchte ich Opfer sein, möchte ich Täter sein, möchte ich schuldig sein, möchte ich bedauernswert sein, möchte ich unglücklich sein, oder möchte ich erfolgreich oder reich sein, glücklich, zufrieden, leicht, lebendig? Wofür entscheide ich mich?
Sehr gerne unterstütze ich dich auf deinem Weg und helfe dir, deine Gedanken einfangen und ihnen zuhören zu lernen.
Melde dich gerne per Mail (meinkoenigsweg@yahoo.com) oder in den Kommentaren bei mir, falls du Fragen hast!
Ich freue mich auf dich!
Ist möglicherweise ein Bild von Tier und außen

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