Donnerstag, 27. März 2025

Ich wähle, dem Leben zu glauben

Wenn ich glaube, dass irgendetwas an mir falsch sein könnte, wird mein tiefstes Gefühl in mir drin immer Schmerz sein und weh tun!

Weil dieser Gedanke, diese Grundhaltung, diese Annahme FALSCH ist!

Und es ist Verrat am Leben! An meinem Leben! An mir selber!


Ich bin richtig, genau so, wie ich bin!


Mit dieser Grundhaltung kann ich leben und jeweils im Moment für mich erkennen, was ich im Bezug auf die Situation wirklich fühle, erlebe, wahrnehme und denke, in der ich eben gerade bin. 


Mit der Annahme, dass ich falsch sein könnte, kann ich meine Wahrnehmung im Moment gar nicht mehr wirklich erkennen, weil sie von dieser falschen Grundhaltung überdeckt sein wird. Weil ich mit dem Blick durch diese Brille meine ganze Wahrnehmung damit einfärbe.


Ich kann mich zwar ablenken davon, ich kann mir vormachen, dass doch alles gut ist, dass ich doch eigentlich keine Probleme habe, dass ich doch eigentlich gut bin. Ich kann mich mit meinem Aussen vergleichen und mir sagen, dass ich es doch gut habe. 

Aber wenn ich nicht ganz tief in mir wirklich erkenne, dass ich gut bin, so wie ich bin, dann werde ich mir das schlicht und ergreifen selber nicht glauben können! 


Und das, was ganz tief in mir drin immer mitschwingen wird, ist Trauer, Zweifel, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit, ein Gefühl von Ablehnung mir und meinem Leben gegenüber. 


Nur weil ich überhaupt in Betracht ziehe, dass etwas an mir falsch sein könnte!


Dieser Verrat an mir selber und am Leben tut so verdammt weh!


Und wenn ich das loslassen kann, wenn ich als Boden für mich glauben lerne, oder mich für den Glauben entscheide, dass das Leben nie falsch ist, dass ich immer richtig bin, dann wird sich dieser Grundschmerz auflösen. Indem ich mich dafür entscheide, daran zu glauben, dass ich richtig bin, kann ich diesen Schmerz für mich lösen. 


Wenn ich mich dabei ertappt, dass ich mich frage :“ Was mach ich nur falsch? Was läuft hier falsch? Habe ich mich falsch entschieden? Ist das das Richtige für mich?“, dann weiss ich, dass ich davon ausgehe, dass etwas falsch sein könnte.

Dann weiss ich, dass ich nicht wirklich tief an mich glaube. 

Dann weiss ich, dass ich mir und meinem Leben nicht wirklich vertraue!


Das ist das, was mein Zweifel sagt.


Wenn ich mich hingegen frage: „ Wie will ich es haben? Wie dient mir diese Situation? Was ist gerade das Gute hier? Was tut mir jetzt gerade gut?“ dann ist meine Grundhaltung mir gegenüber eine Wohlwollende. Dann vertraue ich darauf, dass es so richtig ist, wie es ist, auch wenn es sich im Moment vielleicht gerade schwer oder auch falsch anfühlen mag. Das ist dann aber „nur“ die Situation und es geht nicht um mich oder mein Leben im Grundsatz. 


Das ist das, was mein Leben sagt.


Ich wähle, wem ich glauben will!

Ich wähle so, dass ich mich weit und offen fühle. So, dass ich mir vorstellen kann, dass ALLES möglich ist, auch das undenkbare!


Herzlichst Katrin





Mittwoch, 26. März 2025

Wir sind echt und gross


Wenn etwas in mir arbeitet, wenn da etwas ist, wenn mich etwas bewegt, stört, verunsichert, beschäftigt, frustriert, darf ich das ernst nehmen.
 

Wenn ich traurig bin und/oder wütend, dann ist das gerade so!

Ich fühle es, also ist es da!

Was nicht heisst, dass ich das bin und dass das immer da sein wird. 

Aber wenn es da ist, ist es gerade da und will mir etwas sagen!


Mir zu sagen, dass ich es doch gut habe, dass ich keinen Grund habe, Drama zu machen, tut weh! Das einzige, was ich mir damit sage, ist, dass ich mich selber nicht ernst nehme.  

Auch wenn ich mich gerade nicht verstehe, warum ich gerade so fühle und denke, wie ich es eben gerade tue, hab ich einen Grund dafür. 


Danach zu fragen, was gerade falsch ist, schürt bei mir Selbstzweifel, macht mich eng und verdunkelt alles. 

„Was mache ich falsch, dass es so ist?

Was ist hier falsch, wo ich bin, dass ich mich so fühle?

Wo liege ich falsch, mit meiner Wahrnehmung in dieser Situation?“


Diese Fragen bringen mich nicht weiter und schon gar nicht zurück zu mir!

Sie machen mich schwer, verzweifelt, mit dem Fokus an der falschen Stelle!

Sie werden mir nicht helfen, meinen Weg wiederzufinden, den ich ja offensichtlich gerade verloren habe, wenn etwas in mir ruft!

Sie lassen mich glauben, dass ich falsch sein könnte.

Aber ich bin und das Leben ist nie falsch. 


Die Frage, die meinen Fokus nach vorne richten wird, ist:

„Was will ich jetzt?

Wie will ich es?

Wie will ich, dass es ist?

Wie dient mir diese Situation?

Was ist das Gute hier?

Was tut mir jetzt gerade gut?“


Ich nehme mich ernst!

Ich glaube mir!

Ich vertraue mir!

Ich höre mir zu!

Ich fühle, was ich fühle!

Ich verurteile mich nicht!

Ich darf genau so sein, wie ich gerade bin!


Ich nehme mich genau so ernst, wie ich die Menschen um mich herum ernst nehme.

Ich erlaube mir, genau so anders zu sein, wie ich die Menschen um mich herum wahrnehme und es ihnen zugestehe, so zu sein, wie sie sind. 

Genau so darf ich auch mir erlauben, anders zu sein!

Anders zu denken, als ich es von mir erwarten würde. 

Anders zu fühlen, als ich es von mir erwarten würde. 

Anders zu sein, als ich es von mir erwarten würde. 


Wie oft denke ich immer noch: „Was ist denn nur los mit mir?

Warum fühle ich so, wie ich gerade fühle?

Wo ist mein Problem?“

Diese Selbstzweifel sind unheimlich zerstörerisch und tun enorm weh. 


Ja, ich fühle so!

Ich vertraue mir!

Ich vertraue meinem Leben!

Ich nehme mich mit diesen Gefühlen und Gedanken in den Arm und erlaube mir, jetzt gerade so zu sein. 

Ohne den Anspruch, dass ich anders sein muss. 


Und doch mit der Erwartung an mich und mein Leben, gross und echt zu sein. 

Weil ich es bin.

Weil wir es sind!

Wie sind echt und gross!

Mein Leben und ich!




Fremdgesteuert

Mich fremdgesteuert zu fühlen bedeutet, dass ich meine Gedanken nicht kenne.  Denn in letzter Instanz entscheide immer ich, was ich tatsäch...