Wenn ich glaube, dass irgendetwas an mir falsch sein könnte, wird mein tiefstes Gefühl in mir drin immer Schmerz sein und weh tun!
Weil dieser Gedanke, diese Grundhaltung, diese Annahme FALSCH ist!
Und es ist Verrat am Leben! An meinem Leben! An mir selber!
Ich bin richtig, genau so, wie ich bin!
Mit dieser Grundhaltung kann ich leben und jeweils im Moment für mich erkennen, was ich im Bezug auf die Situation wirklich fühle, erlebe, wahrnehme und denke, in der ich eben gerade bin.
Mit der Annahme, dass ich falsch sein könnte, kann ich meine Wahrnehmung im Moment gar nicht mehr wirklich erkennen, weil sie von dieser falschen Grundhaltung überdeckt sein wird. Weil ich mit dem Blick durch diese Brille meine ganze Wahrnehmung damit einfärbe.
Ich kann mich zwar ablenken davon, ich kann mir vormachen, dass doch alles gut ist, dass ich doch eigentlich keine Probleme habe, dass ich doch eigentlich gut bin. Ich kann mich mit meinem Aussen vergleichen und mir sagen, dass ich es doch gut habe.
Aber wenn ich nicht ganz tief in mir wirklich erkenne, dass ich gut bin, so wie ich bin, dann werde ich mir das schlicht und ergreifen selber nicht glauben können!
Und das, was ganz tief in mir drin immer mitschwingen wird, ist Trauer, Zweifel, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit, ein Gefühl von Ablehnung mir und meinem Leben gegenüber.
Nur weil ich überhaupt in Betracht ziehe, dass etwas an mir falsch sein könnte!
Dieser Verrat an mir selber und am Leben tut so verdammt weh!
Und wenn ich das loslassen kann, wenn ich als Boden für mich glauben lerne, oder mich für den Glauben entscheide, dass das Leben nie falsch ist, dass ich immer richtig bin, dann wird sich dieser Grundschmerz auflösen. Indem ich mich dafür entscheide, daran zu glauben, dass ich richtig bin, kann ich diesen Schmerz für mich lösen.
Wenn ich mich dabei ertappt, dass ich mich frage :“ Was mach ich nur falsch? Was läuft hier falsch? Habe ich mich falsch entschieden? Ist das das Richtige für mich?“, dann weiss ich, dass ich davon ausgehe, dass etwas falsch sein könnte.
Dann weiss ich, dass ich nicht wirklich tief an mich glaube.
Dann weiss ich, dass ich mir und meinem Leben nicht wirklich vertraue!
Das ist das, was mein Zweifel sagt.
Wenn ich mich hingegen frage: „ Wie will ich es haben? Wie dient mir diese Situation? Was ist gerade das Gute hier? Was tut mir jetzt gerade gut?“ dann ist meine Grundhaltung mir gegenüber eine Wohlwollende. Dann vertraue ich darauf, dass es so richtig ist, wie es ist, auch wenn es sich im Moment vielleicht gerade schwer oder auch falsch anfühlen mag. Das ist dann aber „nur“ die Situation und es geht nicht um mich oder mein Leben im Grundsatz.
Das ist das, was mein Leben sagt.
Ich wähle, wem ich glauben will!
Ich wähle so, dass ich mich weit und offen fühle. So, dass ich mir vorstellen kann, dass ALLES möglich ist, auch das undenkbare!
Herzlichst Katrin